Baugeschichte der Kirche und ihre architektonischen Besonderheiten

Romanische Saalkirche, um 1200 erbaut.

 

Baumaterial der Außenmauern:
Naturstein, Bruchstein mit Gliederung und Eckverbänden aus Raseneisenstein, Eckverbände am Kirchenschiff und Chor zur Apsis. Ebenso Fenstergewände und am ehemaligen Südeingang

 

Dachstuhl:
Dendrologische Bohrproben vom original erhaltenen Dachstuhl des Chores ergaben das Fällungsdatum der Stämme für den Dachstuhl zwischen 1185 und 1205.

 

Romanische Kirchenfenster:
Die oberen vermauerten Fenster an der Nordseite, das mittlere Apsisfenster (Ostausrichtung) sowie das vermauerte Rundbogenportal an der Südseite des Kirchenschiffes sind romanisch.

 

Durch Restaurierung 1965 freigelegt:
In der Apsis Reste der romanischen Wandmalerei am Ostfenster, zwei Weihekreuze. Restaurierungsversuche an den Schachbrettmuster der Kämpfersteine des Apsisbogens sowie die beiden Weihekreuze.

 

Choreinwölbung:
Malerei Christus als Weltenrichter mit den 12 Aposteln und die Rankenmalerei am Apsisfenster (Südfenster) Restaurierung im 14.15. Jahrhundert.


Spätgotische Sakamentsnische
Nordseite Chor. Bogen mit Krabben und Kreuzblume.

 

Sakristei:
An der Nordseite vermutlich 14.15. Jh.

 

Wandmalereien (Reste) auf Emporen Nordseite:
Szenen mit rotbraunen Band eingefasst. Darstellungen des jüngsten Gericht sowie Schrift in Gotischer Minuskel, 14./15.(Jh.)

 

Dachreiter (Turm):
Hölzern, oktonal, mit Schweifhaube auf Satteldach des Gemeindesaales (17./18. Jahrh.)

 

Felderdecke bemalt:
Darstellungen von Propheten,Aposteln und Reformatoren, Bäumen und in der Mitte der Taube des heiligen Geistes in der Mitte als Grisaillemalerei. (Ende des 17. Jahrh.)

 

Emporen mit Patronatsloge:
Auf drei Seiten im Schiff umlaufend. An Süd- und Westseite marmoriert. Im Norden und an der Loge mit Wappenmalerei. (Bezeichnet 1730)
In der südlichen Empore eine wiederverwendete Bohle mit gotischer Schnitzereien. Vermutlich ehemals Teil der Tür des Südportals.

 

Der Altar:
Dreigeschossig, bezeugt 1690. In der Predella Darstellung des Abendmahls. Die Mitteltafel mit Auferstehung, seitlich gedrehte Himmelfahrt Christi, reich geschnitzte Knorpelwerkrahmung.

 

Die Kanzel und Taufe:
Schlicht ornamental bemalt. Schalldeckel mit geschnitzter Bekrönung ,Ende 17.Jh. Einfache hölzerne Taufe.

 

Romanische Einbaumtruhe (13.Jh), wahrscheinlich ehemals die Kassentruhe bzw. Gemeiner Kasten der Pfarrgemeinde.

 

Skulptur der Caritas:
An der Außenwand links neben dem Eingangsportal (Westen) befindet sich ein großes Nischengrab der Christiane Friederike Baronin auf Klitzschen (gest 1737) mit eingestellten Sarkophark, darauf eine sehr schöne Skulptur der Caritas.

 

Barocke Epitaphien:
Der nördlichen Außenwand der Kirche stehen aufgereiht drei barocke (18.Jh.) Inschriftgrabsteine von Herrn auf dem Rittergut Klitzschen.

 

Scherbenfunde:
Um die Dorfkirche herum wurden um 2000 bei der Abtragung von Erden zur Trockenlegung des Gebäudes blaugraue Schreiben geborgen, die in die Zeit des 13.!4. Jahrhunderts datiert wurden und heute in de Sakristei aufbewahrt werden.

 

Glocken:
Große Glocke, 1583 gegossen, ist eine Gliriosa. Kleine Glocke, 1961 als Ersatz für Kriegsverlust 
gegossen.

 

Orgel:
1788 von dem Torgauer  Orgelbaumeister J.Ch. Friedrich Flemming erbaut und 2023/24 vom Moritzburger Orgelbauer Rühle denkmalgerecht restauriert.